Die Schliche des Herrn Miragul - Teil III
Die Schliche des Herrn Miragul
3. Kapitel
... in dem die Ruhe eines Studierzimmers empfindlich gestört wird....
Eine eisige Atmosphäre herrschte in dem kalten und dunklen
Verlies, das Billys Streiter nach den Hinweisen der Bardin Shimja am Eingang zu
den Eislabyrinthen von Miragul gefunden hatten. Selbst die mitgebrachten
Fackeln konnten nur kleine Teile der Eingangshalle schwach erhellen, die die
wackeren Streiter als erstes betreten hatten. Schwere, klirrende Schritte waren
in der Dunkelheit zu hören, „Leise“ mahnte Solidar, der aufrechte Paladin, als
sich die Schritte näherten. Geschmeidig huschten Billys Streiter in die
schützende Dunkelheit einer Ecke der großen Halle und lauschten gebannt, wie
die Schritte sich allmählich entfernten. Nachdem Sie einige Zeit gelauscht
hatten, begannen auch Ihre Augen sich an das schwache Licht zu gewöhnen, und immer
mehr Details des Verlieses schälten sich aus der fast vollkommenen Dunkelheit.
Shimjas Gedanken schweiften ab zu dem Abend, als Silbhe ihr
den großen und schweren Folianten „Norrath – das finstere Zeitalter – Teil II“
aus dem obersten Regal gewuchtet hatte. Der staubige und uralte Band enthielt
viele heute bereits meißt vergessene Informationen über die Geschichte
Norraths. Und nachdem Shimja die Skizze als Eingang zu Miraguls Geheimlabyrinth
identifiziert hatte, konnte es nicht schaden, einige zusätzliche Informationen
einzuholen. Bereits nach kurzer Zeit wurde Shimja in dem staubigen Buch fündig,
tatsächlich hatte der längst vergangene Chronist auch einige Berichte über das
Wirken und Würgen von Herrn Miragul für die Nachwelt festgehalten.
Und nun stand sie mit den Streitern von Billy in der
ehemaligen Empfangshalle von Herrn Miragul. Hier also hatte Miragul seine
finstersten und geheimsten Versuche angestellt, hier, in diesem Verlies, das
schon seit vielen Jahren von keinem Abenteurer mehr betreten worden war. Das
Buch berichtete weiter, das die drei bekannten Eislabyrinthe zu ebener Erde
offensichtlich auch zu dem Zweck angelegt worden waren, um allzu Neugierige zu
täuschen und vor allem, um das Konzil zu täuschen, welches Nekromantie als
Ketzerei verurteilte und die Anhänger dieser Praktiken unbarmherzig verfolgte.
Vor diesem Hintergrund war es sicher ein sehr schlauer Zug
des feinen Herrn Miragul, neben seinen drei Eislabyrinthen, die einigen
Eingeweihten wohl bekannt waren, ein weiteres, verborgenes und von düsteren
Geheimnissen umwobenes unterirdisches Labyrinth
zu erschaffen, in dem er ungestört seinen grausamen und die Grenzen zwischen Leben
und Tod überschreitenden Experimenten nachgehen konnte.
Heutzutage sind es hauptsächlich die Nekromanten, die auch
viele Jahre nach dem Verschwinden von Miragul von seinen Erkenntnissen
profitieren, doch ist das heutige Wissen nur ein Teil der Kenntnisse, welche
Miragul zu seiner Zeit und mit seinen Experimenten erschloß. Vieles, an dem
Miragul arbeitete, liegt heute unter dem Schleier des Vergessens und der
Dunkelheit, die sich nach seinem Verschwinden über die dunklen Künste der Nekromantie
und anderen geheimen arkanen Wissens breitete. Ein Schleier, der auch weite
Teile des Abgangs von Herrn Miragul umfaßt, und nur wenige alte und gelehrte Großmeister
der arkanen Künste hüten heute noch das Wissen um das gespenstische Ende dieses
begnadeten Forschers im Bereich der magischen Künste.
Beim Lesen des alten Buches war Shimja damals ein kalter
Schauer über den Rücken gekrochen. Dieser Herr Miragul und seine Experimente
waren sicherlich nicht ungefährlich. Ein Blick in „Norrath´s Magic Who´s who “ offenbarte
weitere Details, die eher dazu angetan waren, Fragen aufzuwerfen als zu
beantworten:
Zitat: „Zwar hielt sich seit sehr langer Zeit die Kunde, das
Herr Miragul am Ende eines langen und von Forschungen geprägten Lebens
verstorben war, doch genauso hielt sich in den innersten Zirkeln der Hüter des
arkanen Wissens das Gerücht, das der Tod des der Welt bekannten Herrn Miragul
nicht ein Leben beendet, sondern ein finsteres, unheimliches und grausames
unsterbliches Wesen erschaffen habe, das in den Tiefen einen vergessenen
Verlieses noch heute sein Unwesen treibt. Ein unsterbliches Wesen geschaffen
aus der Essenz der finstersten Nekromantie, mit Zaubern, die schon lange
vergessen sind und mit gewaltigen Kräften.“
Es gehört sicher nicht viel Phantasie dazu sich auszumalen,
wo dieses Wesen, dessen Existenz unmittelbar mit Miragul zusammenhängt, sein
Unwesen treibt. Mit hoher Wahrscheinlichkeit im hintersten und
furchterregendsten abgelegenen Teil des Labyrinths, welches Billys Streiter
gerade betreten hatten.
Und so legte sich ein Schatten der Furcht auf die Herzen der
Streiter, und ein beklemmendes Gefühl einer unheimlichen Präsenz breitete sich
wie ein erstickender schwerer Vorhang aus.
Nur in Valiniera, der Nekromantin mit dem Hähnchen™ glühte
heiß der Wunsch, die Geheimnisse von Miragul, des wohl bedeutendsten
Nekromanten aller Zeiten zu ergründen und vielleicht einige seiner Geheimnisse
zu entschlüsseln.
Wenn Gedanken an Untote und Nekromantie Furcht in den Herzen
einzelner erzeugen konnte, so sicher nicht in Solidar, dem Paladin. Kraft
seines Glaubens fürchtete er weder Untote noch Nekromanten und Ihre Geschöpfe und
nachdem er die schweren Schritte eine Weile verfolgt hatte, flüsterte er eine
Warnung zu den versammelten Streitern. „Es sind Wachen im angrenzenden Raum.
Wir müssen sehr vorsichtig sein, wenn wir nicht die gesamte Wachmannschaft auf
einmal am Hals haben wollen.“
Auf einen Wink Solidars verschmolz Kayn, der geübte Assassine
mit den Schatten der Dunkelheit und glitt zu der weit ausladenden Öffnung des
anderen Raumes, um die Lage zu erkunden. Sein Bericht brachte einige
interessante Informationen zutage: zahlreiche Wachen drehten Ihre Runde in
einer großen Halle, von der zwei Gänge nach rechts und links abzweigten. Der
Raum wurde in der Mitte von einem großen Podest dominiert und an der
gegenüberliegenden Wand war schemenhaft eine Treppe zu erkennen, die weiter ins
Dunkel hinauf führte.
Zwei Wachen hatten direkt hinter den Ausläufern des
Durchbruchs Stellung bezogen und hier erkannte Solidar die Möglichkeit, mit der
Infiltration des Komplexes zu beginnen. Solidar schlich an die linke Seite des Durchgangs
und kratzte mit dem Knauf seines Schwertes leise an der Wand entlang. Langsam
wandte sich der Posten um und kam langsam näher geschlendert, um dem
ungewohnten Geräusch nachzugehen. Sobald er in die Nähe des Durchgangs kam,
packte Solidar den überraschten Wachtposten, zerrte ihn durch den Durchgang und
rammte ihm die gepanzerte Faust in die Magengrube. Zischend entwich die Luft
aus den Lungen des Wachtpostens, so daß er nicht um Hilfe rufen konnte. Einen
Moment später hatte der Wachtposten jedoch ganz andere Sorgen denn nun entlud
sich ein magisches Feuerwerk von gespenstischer Intensität. Blitze, Flammen und
rauchende Gifte blendeten und verletzten den Wachposten, der wild um sich
schlug. Doch Billys Streiter waren in vielen Schlachten kampferprobt und so
erschlugen Sie den Wachposten. Weitere Wachposten folgten dem Schicksal Ihres
Kameraden und nach einer Serie von Kämpfen türmten sich die Leichen in der
Eingangshalle und färbten den Boden mit Ihrem Blut. Der Weg in die große Halle
war frei.
Und so bewegte sich der Schlachtzug in die große Halle.
Ssizzel erkannte mit seinen scharfen Augen, das die Gänge, die Kayn entdeckt
hatte, von wuchtigen Türen verschlossen waren. Was zuerst wie Statuen
ausgesehen hatte, waren weitere Wächter, die die verschlossenen Türen
bewachten. Dieser Umstand erregte das Interesse von Blutrabe. Die Brigantin war
fest davon überzeugt, daß die Räumlichkeiten hinter den verschlossenen und
bewachten Türen reiche Schätze bargen. Wozu sonst sollte man Räume derart
absichern, wenn es nichts dahinter gab, was diesen Aufwand wert war. Erregtes
Gemurmel begleitete die Überlegungen, welchen der beiden Gänge man als erstes
versuchen sollte. Schließlich zückte Ssizzel eine prächtig geprägte Golddublone
und warf Sie in die Luft. „Kopf, wir gehen nach rechts, Zahl, wie versuchen es
links“ sagte Sssizzel und die glitzernde Münze beschrieb einen Bogen in der
Luft und landete mit einem metallischen Klirren auf dem polierten Boden. Flugs
war Blutrabe zur Stelle und rief „Zahl, nach links also!“ Solidar hob den Bogen
und schoß einen schwarz gefiederten Pfeil in Richtung des Wachtpostens, der an
der linken Tür Stellung bezogen hatte. Mit einem wütenden Aufschrei stürmte der
Wachtposten auf Solidar zu und ein hitziges Scharmützel begann. „Links ist
nicht übel“ dachte Blutrabe mit einem schwachen Grinsen und ließ im Eifer des
Gefechtes unauffällig die Golddublone in einer der zahlreichen Taschen Ihrer
Robe verschwinden. Auch dieser Wachtposten wurde mit oft geübter Präzision
niedergemetzelt, geplündert und bei seinen bereits verblichenen Kollegen
abgelegt. Die Tür war nun unbewacht und die Neugier (und nicht nur diese Gier)
von Billys Streitern fand einen vorläufigen Höhepunkt. Djinn, der über die Gabe
verfügte, seinen eigenen Tod vorzutäuschen verließ kurz die Schlachtreihen und
glitt geschmeidig zur Tür.
Eine gravierte Marmortafel am Eingang erregte sein
Interesse:
Studienraum I
Hüter: Kervis Pendelair
- Absolute Ruhe -
Er öffnete die Tür nur einen winzigen Spalt und spähte ins
Innere. Offensichtlich war dieser Raum einstmals eines der Studierzimmer von
Miragul gewesen, denn zahlreiche magisch animierte Bücher schwebten in der
Luft. Kervis Pendelair, der oberste Hüter dieses Studienraumes, las in einigen
alten verstaubte Folianten. Seine Leibwache, bestehend aus einigen Fürsten der
Ebenenlauerer, standen herum und langweilten sich offensichtlich schrecklich.
Djinn schluckte.
Ebenenlauerer gehören zu den gefährlichsten Kreaturen in
Norrath und allein Ihr Anblick läßt sie wie aus einer anderen Welt erscheinen.
Die Tentakel in Ihrem Gesicht sind in ständiger Bewegung über grausam
aussehenden, fast hypnotisch wirkenden Augen. Ihre massige Gestalt ist dazu
angetan auch tapfere Krieger einzuschüchtern und Ihre Wut und Kraft im Kampf
ist weithin bekannt. Allein das grausige Geräusch, wenn die Knochenplatten
Ihrer natürlichen Rüstung übereinander schaben, konnte eisige Schauer erzeugen,
die munter den Rücken hinauf und hinunter liefen. Hier hatten Billy´s Streiter
einige harte Brocken vor sich…
Djinn und Solidar besprachen sich kurz mit Shimja. Djinns
Beobachtungen deckten sich ziemlich gut mit den Erkenntnissen, die die kleine
Bardin aus dem Studium der alten, verstaubten Bücher gewonnen hatte.
„Wenn wir da reingehen, haben wir die ganze Bande am Hals“
sagte Solidar und polierte gedankenverloren den Knauf seines Schwertes. „Wir
brauchen einen Plan.“ „Moment“ rief
Shimja, die zierliche Bardin, und begann hektisch in Ihrer magischen Handtasche
zu wühlen. Nach einem Lippenstift, einer Haarbürste, einer Harfe, einer Laute,
einer Teekanne nebst Stöfchen und einem zerlesenen Exemplar des „Bestiarium
Norrathium“ förderte die Bardin einige merkwürdige Gegenstände ans Tageslicht.
„Geistfalle? Hm, nein. Biestfalle? Auch eher nicht. Ah, hier ist es ja!“ sagte
Shimja und förderte einen kleinen jedoch hübsch gearbeiteten Zauberstab ans
Tageslicht, mit dem man seine Gestalt verändern konnte. Es mußte ja ein
Zusammenhang zu den merkwürdigen Bitten und Geschenken von Aubrin, dem Gnom
bestehen, der Shimja vor einiger Zeit überredet hatte, für ihn einige
Erkundigungen und Besorgungen zu erledigen.
Flugs wurde ein erfolgversprechender Plan geschmiedet.
Solidar verkleidete sich mit Hilfe des Zauberstabes in die Gestalt eines
Ebenenlauerers. Gruni fragte nach einiger Zeit trocken, ob Solidar die
Verkleidung schon angelegt hätte. Solidar grinste und lockte ein Mitglied der
Leibwache von Kervis Pendelair aus dem Raum hinaus. Spätestens jedoch als
Solidar zum ersten Schwertstreich ansetzte, flog der Schwindel auf. Jedoch
hatte sich die Tür bereits geschlossen und nur eines der magischen Bücher eilte
dem Leibwächter zur Hilfe. Nun bestätigte sich wieder, daß Wissen Macht ist,
denn das Buch war über den jähen Angriff von Billys Streitern so erzürnt, daß
es wiederholt das gesamte Alphabet in schweren Bleilettern auf die Streiter
warf. „Autsch“ schrie Dominatrixx und flugs eilte Marli zu Hilfe und schmierte
geschwind eine Heilsalbe auf die Beulen und Platzwunden der Elementalistin.
Nachdem die Überraschung über diesen hinterhältigen Angriff des Buches
verflogen war, holten die Streiter zum Gegenangriff aus. Mit gezielten
Feuerschlägen der Magier wurde das Buch abgefackelt, und parallel hieben und
stachen die Scouts auf den überraschten Leibwächter ein. Nachdem das Buch
seinen Weg in die ewige Bibliothek gefunden hatte, konnte auch der Leibwächter
nicht allein der Übermacht stand halten und verstarb mit einem letzten Röcheln.
Nachdem dieser Plan so hervorragend funktioniert hatte,
lockte Solidar einen Leibwächter nach dem anderen aus dem Zimmer, in dem Kervis
Pendelair in seine Studien vertieft war. Nachdem alle Leibwächter beseitigt
waren, wischte sich Solidar den Schweiß von der Stirn. Das Abenteuer begann
allmählich anstrengend zu werden. Im Laufe der einzelnen Kämpfe waren etliche Streiter
bewußtlos geschlagen worden und die Rüstungen und Roben waren von zahlreichen
Beulen und Rissen gezeichnet. Eine kurze Pause wurde genutzt um die gröbsten
Schäden notdürftig auszubessern. Nachdem die wichtigsten Reparaturen
durchgeführt waren, senkte sich Stille über die Eingangshalle, in der Billys
Streiter ein kurzes Lager aufgeschlagen hatten. Nun stand nur noch Kervis
Pendelair im Weg, um endlich die vermuteten Schätze des Raumes plündern zu
können.
„Vorsicht“ mahnte Solidar, „wir wissen nicht, was dieser
Kervis Pendelair für Tricks drauf hat.“ „Der kann nix“ frotzelten einige
Streiter, die die Pause zu einem kleinen Umtrunk genutzt hatten, um die
Stimmung zu heben.
Gelassen schritt Solidar mit gezogenem Schwert auf die Tür
zu, öffnete diese und beschimpfte Kervis als stinkenden Wurzelzwerg. Kervis
fuhr irritiert von seinen Studien auf. „Wer wagt es…“ stieß er hervor. In diesem Moment lies Solidar
einen Pfeil von der Sehne schnellen. Der gut gezielte Pfeil durchbohrte den
rechten Arm von Kervis, was ihn sichtlich verärgerte. Wutschnaubend rief er
seine letzten verbliebenen Helfer und startete einen frontalen Gegenangriff.
Elegant tänzelte Solidar zurück zu der Auffangposition am Ende des Ganges an
der Einmündung zur Halle. Die Fernkämpfer hatten in sicherer Entfernung einen
Schildwall gebildet und deckten die Helfer von Kervis Pendelair mit einem
mörderischen Trommelfeuer ein. Das stoppte den Gegenangriff an der
Gangeinmündung und von der Seite schlichen die getarnten Scouts heran und
griffen die Helfer von der Flanke an. Stahl prallte auf Stahl, Funken sprühten
und ein brenzliger Geruch nach verbranntem Fleisch lag in der Luft. Mit einem
Wutschrei lies Blutrabe Ihr Schwert niedersausen und spaltete den Kopf des
letzten verbliebenen Helfers. Gurgelnd sank er zu einem seltsam verkrümmten
Haufen zusammen. Doch Kervis Pendelair leistete weiter erbitterten Widerstand.
Für Minuten wogte die Schlacht hin und her und nur dem unermüdlichen Wirken der
Priester und Klagesänger war es zu verdanken, daß Billys Streiter nicht
zurückgedrängt wurden. Nun woben die Barden mit letzter Kraft einen
Schutzschirm, der selbst heftigen Angriffen eine Weile widerstehen würde. Mit
neu erwachtem Kampfgeist hieben Billys Streiter auf Kervis Pendelair ein, der
eine so koordinierte Gegenaktion nicht mehr erwartet hatte. Blitze zuckten
durch die Halle und tauchten die Schlacht in gespenstisches Licht. Aus vielen
Wunden blutend zog sich Kervis ein Stück zurück, genau in die Arme der Scouts.
Ein Hieb von Kayn durchtrennte eine Kniesehne und Kervis strauchelte auf die
Knie. Blutrabe öffnete mit einem gezielten Hieb die Schlagader von Kervis und
das Blut schoß pulsierend aus der häßlichen Wunde. Kalter Stahl durchbohrte
Kervis Pendelairs zuckenden Leib. Seine letzten Worte gingen in einem
bluterstickten Gurgeln unter und blieben unverständlich. Dann brachen seine
Augen.
Ächzend zog Solidar sein Schwert aus dem erkaltenden Leib
des Toten und säuberte es sorgfältig an dessen zerrissener Robe. Nachdenklich
betrachtete er das Schlachtfeld. Es war ein harter Kampf gewesen und der Schluß
lag nahe, das diese erste Herausforderung in diesen dunklen und eisigen Hallen
auf noch deutlich anspruchsvollere Gegner hinwies, die sicher tiefer in diesem
Labyrinth zu finden waren. „Ein Krieger wächst mit seinen Aufgaben“ sinnierte
er, während Blutrabe bereits dabei war, das gut gesicherte Schloß einer
prachtvollen Eisentruhe zu untersuchen, um etwaige Fallen zu entschärfen.
Während die Mitglieder des Raubzuges aufmerksam Blutrabes Bemühungen
verfolgten, begab sich Solidar in den nach rechts führenden Gang. Aufmerksam
untersuchte er den Gang.
Ein strenger Geruch lag in der Luft, wie von wilden
Tieren…..
(Fortsetzung folgt)
(c) Domi
DPS wird völlig überschätzt ^^
Etiam nunc regredi possumus; quod si ponticulum transierimus, omnia armis agenda erunt - Julius Cäsar am Ufer des Rubikon
Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Shimja« (8. Januar 2010, 17:46)